Eine Füllfeder und ein mit Wasser vollgesogenes weisses Papier. Die Hand, fordernd und unbedacht pendelnd, sucht nach einem geeigneten Ort die Zeichnung zu beginnen. Ein Tropfen Tinte lösst sich und fällt, dem Schwergewicht ausgesetzt, auf die weisse Fläche. Eine einmalige Form entsteht. Die Tinte verdrängt das Wasser und sucht sich, wie ein Fluss in der Landschaft,die schnellst möglichen Wege sich fortzubewegen. Geschnörkelte, geschwungene Pfade formen sich aus dem anfänglichen Tropfen. Langsam wird das Wasser verdrängt und die starke Farbe der Tinte bleibt haften. Zurück bleibt ein gewelltes Papier, eine zufällige Verformung desTropfenund ein neu entfachter Wille aus dieser Verschnörkelung nach Formen undInhalten zu suchen. Ein absichtliches Eingreifen in die zufällig entstandene Form.

ZUFALL UND ABSICHT

Künstlerische Arbeit